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Fassadenzeit – denn der erste Eindruck zählt!

Fassadenzeit– April bis September

Kluge Hausbesitzer kümmern sich um Ihre Liegenschaft oder Eigenheim. Aus Werterhaltung und weil ein neues Kleid zeitgemäss und schön ist, denn der erste Eindruck zählt, und Farbe ist mehr als nur bunt!

Neben dem Aussehen des Farbtons kommen auch Qualitätsaspekte der Fassadenfarbe dazu wie wasserabweisend, schlagregenfest, gute Wasserdampfdurchlässigkeit, Beständig gegen Algen und Pilze, Atmungsaktivität, Deckkraft, Hellbezugswert oder einen stabilen Farbton, der nicht nach kurzer Zeit ausbleicht.

Doch welche Farbe ist jetzt die richtige für Ihr Haus?

Dazu sollte man zuerst wissen welche Arten von Fassadenfarben es überhaupt gibt, um was für eine Fassade es sich handelt und wie eine Fassadenfarbe zusammengesetzt ist.

Grundsätzlich bestehen Farben aus vier Hauptinhaltsstoffen: Bindemittel, Pigmente, Füllstoffe, additive und Lösungs- und Verdünnungsmittel wie z.B. Wasser. Das Bindemittel ist dabei in erster Linie für die Bindung der einzelnen Inhaltsstoffe zuständig, in dem die festen Teilchen gebunden sind. Des Weiteren hat das Bindemittel auch die Funktion am Untergrund optimal zu haften und eine Schutzfunktion gegen Witterungseinflüsse und deren Beständigkeit. Das Pigment, oder auch Farbstoff, ist für den Farbton des Anstriches zuständig und je nach Arten (organisch oder anorganisch) für einen stabilen Farbton verantwortlich. Dann sind da noch die Füllstoffe und Additive, die für Konsistenz, Lagerfähigkeit, Streichbarkeit, Algen- und Schimmelpilzbeständigkeit und alle weiteren Eigenschaften der Farben zuständig sind.

Nach diesen Bindemitteln werden auch die Fassadenfarben eingeteilt. Man unterscheidet hauptsächlich in 6 Unterarten und diese Einteilung ist in 2 Oberbegriffe unterteilt und fast jeder hat bestimmt schon mal davon gehört. Die einen Farben sind mineralisch (natürlich) und bilden eine feste Verbindung zum Untergrund (Verkieselung) und die anderen sind organisch (künstlich) und bilden einen Film auf der Oberfläche.

Auch sollte man bestimmen welcher Untergrund sich für welche Farben eignen. Da dies aber auch einen sehr komplexen Teil der Bestimmung ausmacht und teilweise nicht optisch ersichtlich ist, sondern Tests vor Ort benötigt, werde ich Ihnen hier nur einen kleinen Auszug angeben. Wenn Sie dies aber genauer wissen wollen und Interesse an einem neuen Anstrich haben, werden solche Tests mittels Prüfmethoden von uns erstellt und ohne weitere Kosten in die Offerte mitberücksichtigt.

Hier eine Aufstellung nach Fassadenfarben und Untergründe:

Achten Sie beim Anstrich immer darauf, dass 2 Anstriche aufgetragen werden. Nur dann kann die Farbe optimal schützen. Ebenso kann eine Grundierung vorgängig notwendig sein. Dazu müssen einige Tests gemacht werden, um den Zustand wie ausbleichende oder sandende Untergründe oder die Aufnahme für einen verkieselungsfähigen Untergrund festzustellen.

Ein weiteres Thema bei Farben auf der Fassade sind Schutzfunktionen gegen Witterung und das daraus resultierende Ergebnis von Algen und Pilze. Dabei sollte die Fassade immer als erstes mit Hochdruck und Wasser gereinigt werden. Die Höhe des Drucks (Bar) bestimmt dabei immer der Untergrund. Während es auf isolierenden Fassaden einen geringen Druck braucht, um Deformierungen an der Isolation vorzubeugen, benötigt der Beton einen viel hören Druck, um dasselbe Ergebnis der Reinigung zu erzielen.

«Wichtig! Bestehen Sie immer auf eine Reinigung ohne Zusätze, da dies unsere Umwelt schont und am Ende einer Sanierung das gleiche Ergebnis erzielt.»

Zudem sollte eine stark befallene Fassade vorgängig mit einem verkapselten Biozid eingelassen werden, unter Einhaltung der Einwirkzeit und kein erneutes Abwaschen vor dem Anstrich, um vorbeugend gegen erneuten Algen- und Pilzbefall vorzugehen. Dies passiert vor allem heutzutage auf isolieren Fassaden und ist der Physik geschuldet. Dabei kann eine Isolation tagsüber die Wärme zwar aufnehmen, aber im Vergleich zu einem Mauerwerk diese nicht speichern. Dies führt dazu, dass die Fassaden am Abend schneller abkühlen und es in deren Folge zu Kondenswasserbildung kommt, was in der Kombination der ideale Nährboden für Algen und Pilze ist.

Auch sollte man vor einer Sanierung den Untergrund und dessen Zustand begutachten. So sollte man defekte Putze, Risse, aufsteigende Feuchtigkeit im/unter dem Sockelbereich und weitere Beschädigungen vorgängig fachgerecht sanieren. Denn damit werden Sie am Anstrich lange Freude haben und die Farben werden nicht durch unbehandelte Schäden innert kurzer Zeit wieder Schäden aufweisen. So spart man am falschen Ort. 😉

Einer der letzten Punkte sind die Farbtöne und der wohl auch Wichtigste, da dies immer der erste Eindruck einer neuen Fassade ist.

«Und ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen, dass dies meist der länger diskutierte Bereich einer Sanierung ausmacht» *lach*

Vor der Auswahl der Farbtöne sollte auch hier einiges beachtet werden. Leben Sie in einer Kernzone oder haben Sie ein Überbauungskonzept und sind an Farbtöne gebunden oder müssen diese vorgängig bei Ihrer Gemeinde einreichen und bewilligen lassen? Auch mit seinen unmittelbaren Nachbarn vorher über seine Entscheidungen zu sprechen, kann unnötige Unstimmigkeiten vorbeugen. Zudem kann die Lage des Hauses ebenfalls stark Einfluss nehmen, denn wer will schon an einer viel befahrenen Strasse eine weisse Fassade haben? Es sei denn, Sie möchten die Unterhaltsintervalle verkürzen.

Seien Sie sich bewusst, dass der Farbton später wesentlich den Charakter Ihres Hauses prägt, dabei kann man mit hellen und pastellen Farbtönen eher weniger falsch machen. Bei sehr bunten Farben dagegen kann man schnell rausfallen, was aber nicht heisst, dass bunte Farbtöne nicht zu Ihrem Haus oder deren Bewohner passen kann. Zudem sollten die verschiedenen Bauteile mit ins Konzept einbezogen werden, um für ein optisch harmonisches Bild zu sorgen. Erfahrungsgemäss, und nach der Farblehre, werden diese am besten immer farblich abgesetzt. Zuletzt sollte nach dem ersten Entscheiden auch immer ein Echtmuster direkt an der Fassade von mind. 1 m2 angelegt werden, um seine Wahl des Farbtons besser vorstellen zu können und spätere Entscheide nicht zu bereuen. Diese Muster machen wir auch immer aus Erfahrung und werden nicht separat verrechnet, da dies für uns ein Teil des Beratungskonzeptes ist und dazugehört. Für Unentschlossene besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit mittels einer Software den neuen Farbton zu visualisieren, um so die Entscheidung zu erleichtern.

Als letztes noch…was die Anbauteile Metalle, Holz- und Holzwerkstoffe an Ihrer Fassade angeht, so werde ich dies zu einem späteren Zeitpunkt gerne in einem separaten Blogbeitrag behandeln, damit dieser Beitrag nicht das Limit sprengt.

Denn wer will schon für einen Blogbeitrag unzählige Seiten lesen. Ich kann Ihnen sagen, ich würde es nicht tun. 😉

Wie Sie sehen ist eine Fassadensanierung und ein neuer Anstrich komplexer als auf den ersten Blick anzunehmen und braucht eine seriöse und genaue Vorbereitung. Fachgerechte Planung ist dabei genauso wichtig wie eine fachgerechte Ausführung durch den Maler, der sein Handwerk versteht, damit alle Beteiligten am Schluss auch Freude am Haus und Handwerk haben.

Zum Abschluss hoffe ich, dass Ihnen mein Beitrag wieder gefallen hat und anregt einige Tipps umzusetzen. Gerne stehe ich für eine Beratung direkt bei Ihnen zur Verfügung und so freue ich mich auch wie immer auf ein Feedback von Ihnen und verbleibe bis zum nächsten Beitrag.

Daniel Wildensee, eidg. dipl. Malermeister
Inhaber von my-maler.ch gmbh